Es gibt Orte und Regionen im Dreifachen Land, an denen die natürliche Konzentration ungebundenen Manas besonders hoch ist. In diesen Gebieten, die je nach Art des arkanen Stroms, der sie hervorruft, Manabrunnen oder verbotene Pforten genannt werden, sammeln sich die Energien eines oder mehrerer arkaner Ströme wie in einem Sammelbecken. Soweit bekannt, sind diese Orte natürlichen Ursprungs und waren auch schon vor Arkenraels Fall vorhanden. Manche Gelehrte sind der Ansicht, das Manabrunnen und verbotene Pforten Gebiete sind, in denen das Weltenrad der Elemente mit dem Dreifachen Land in direkter Berührung steht. Das hieße, dass an diesen Orten jene Energien in unsere Welt kommen, aus denen sie aufgebaut ist. An solchen Orten können auch die Kräfte unterschiedlicher arkaner Ströme zusammenlaufen und sich vereinen oder abstoßen. Gebiete dieser Art sind als Knotenpunkte arkaner Ströme bekannt, und es ist manchmal schwer zu sagen, ob es eine verbotene Pforte oder ein Manabrunnen ist. Die natürliche Umgebung um einen Manabrunnen oder eine verbotene Pforte ähnelt stets der Natur des Stroms, welcher sich an diesem Ort sammelt. So ist den Weisen Tamelorns ein Manabrunnen Arkanpanis Allors hoch im Norden des Weltenwalls bekannt, auf einem Berggipfel namens Koronad, der dort die Wolken durchstößt und ewigen Winden ausgesetzt ist. Manabrunnen des Arkanpanis Ignisor könnten in oder um aktive Vulkane liegen, während sich verbotene Pforten des Arkanpanis Sharad´Sor am wahrscheinlichsten in tiefen, dunklen Höhlen, weitab von jeglichem Tageslicht befinden werden.
Meist liegen diese Orte im Verborgenen und an nur schwer zugänglichen Stellen. Die Unterscheidung zwischen Manabrunnen und verbotenen Pforten ist rein subjektiv. Da das Benutzen der Energien eines arkanen Stroms stets starke, an die Natur des Stroms gebundene Empfindungen hervorruft, ist diese Unterteilung dem Betrachter überlassen. Im Allgemeinen werden als Manabrunnen die Sammelpunkte der arkanen Ströme Chaun’Che’dar, Veladh’Shien, Pallador, Allor, V’lar, Ignisor und Lithuin bezeichnet. Als verbotene Pforten werden meist Sammelpunkte arkaner Energien der Ströme Kjoro’Nassim, Ramoth, Itkoviad, Glacialor und Sharad´Sor genannt.
Seltsamerweise waren wahrscheinlich einige dieser Orte schon vor Arkenraels Fall vorhanden. Soweit bekannt ist, können die Beseelten erst seit diesem Ereignis jederzeit und überall, wenn sie über eine arkane Begabung verfügen, auf die Energien arkaner Ströme zurückgreifen. Vorher waren sie darauf angewiesen, sich an Orten mit Manabrunnen oder verbotenen Pforten zu befinden, um ihre Künste zu wirken. Da diese Orte sehr selten und nur schwer zugänglich sind gab es dementsprechend nur sehr wenige Zauberkundige, viel weniger als selbst heute. Außerdem gab es keinen größer organisierten Magierorden wie heute die Arken Raan. Kleinere magische Orden und Bruderschaften lebten an diesen verborgenen Orten und gingen ihren Studien nach. Es ist heute jedoch nur sehr wenig über das Wirken dieser Bruderschaften bekannt. Es folgen einige Beispiele für Manabrunnen und verbotene Pforten.
- Sanctus Lorac, Heiligste Kapelle der Astarischen Kirche im Dom des Lichts zu Protaria, Manabrunnen des Arkanpanis Lithuin.
- Nikellynath, Stadt des Thelarchen der Lichtavellar im Immergrünen Wald, Manabrunnen des Arkanpanis Veladh’Shien.
- Die Höhlen des Harrodral, eisige Ruinen des Zirkels von Enris. Verbotene Pforte des Arkanpanis Glacialor.
- Mon Thyzad, das verlorene Kloster Izamaels, des gefallenen Engels. Vermutete Verbotene Pforte des Arkanpanis Sharad´Sor.
- Nekros Gorotha, das Erste Dämonentor, das Tor des Todes. Vermutete Verbotene Pforte des Arkanpanis Itkoviad.
- Imnum Gorotha, das Zweite Dämonentor, das Tor des Blutes. Vermutete Verbotene Pforte des Arkanpanis Ramoth.
- Lunum Gorotha, das Dritte Dämonentor, das Tor des Chaos. Vermutete Verbotene Pforte des Arkanpanis Kjoro’Nassim.









